eine alltagstypische leiche

August 30, 2019 // By danielschaer // portfolio

Synopsis

Der fanatische Einzelgänger Harry K. will ein schauerliches Meisterwerk erschaffen, um seiner düster-poetischen Innenwelt gerecht zu werden; er hat einen Bildband mit dem Titel „Eine alltagstypische Leiche“ in Arbeit. Alle Fotos, die er dafür schiesst, scheinen blutbeschmierte Tote zu zeigen; man könnte sie glatt für Aufnahmen von Opfern tödlicher Gewaltverbrechen halten. Doch wäre es falsch zu glauben, dass er eine Art Snufffotograf sei.

Zwar handelt es sich bei K. fraglos um ein Ungeheuer – aber, mit dem Dichter Charles Baudelaire gesprochen, um ein unschuldiges… Daher lichtet K. niemals Opfer von Tötungsdelikten ab, und übrigens ebensowenig andere echte Leichname. Sehr wohl jedoch Leute, die wegen übermässigem Alkoholkonsum oder aus anderen Gründen bewusstlos in Strassen und Gassen sowie anderswo im Freien liegen…

Nacht für Nacht sucht er im Altstadtlabyrinth seines namenlosen Wohnortes nach „alltagstypischen Leichen“. Und immer, wenn er geeignetes Menschenmaterial findet, besprenkelt er die betreffende Person mit Theaterblut, ehe er sie mit seinem alten Zenit-Fotoapparat fotografiert.

Schliesslich nimmt einer seiner verstohlenen Streifzüge einen ungewöhnlichen Verlauf und K.s Leben gerät aus den Fugen.

Dieser Film ist eine kafkaeske Kriminalkomödie für Ästheten und solche, die gerne so tun, als wären sie es.